 Wiederaufbau: Berliner Schloss

I. 15 steinerne Baluster für das Berliner Schloss
Anlässlich einer Feier zum 25jährigen Bestehen des Bildungszentrums am 27. September 2006 zeigte das Bildungszentrum u.a. nach der Feier und an einem "Tag der offenen Tür" wie man Werkstücke, in diesem Fall 15 Baluster aus REINHARDTSDORFER SANDSTEIN, herstellt.
Yorck Stuhlemmer, Dipl-Ing., Architekt, der die Gelegenheit nutzte, um das Vorhaben Berliner Schloss im Rahmen der Feier vorzustellen, begeisterte die 280 Fachleute und Auszubildenden im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk. Sie wollen beim Wiederaufbau mitmachen.
Nachfolgende Bilder zeigen Baluster, die zunächst als Anschauungsstücke für die Ausstellungsräume des Fördervereins Berliner Schloss e.V. angefertigt werden. Ferner zeigte das Steinmetzzentrum den hohen Ausbildungs- und Leistungsstand des Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks.
Bild: (v. links) Hartmut Schwien (stellv. Bildungsstättenleiter) und Reiner Flassig (Bildungsstättenleiter) erklären den überaus interessierten Ehrengästen der 25-Jahr-Feier die Herstellung von 15 Balustern mittels Handarbeit. (3. v.links) Martin Schwieren, Bundesinnungsmeister; Manfred Beutel, Naturstein Krause Hannover, Carl Othmer, Ministerialdirigent Kultusministerium Niedersachsen, (7. v. links) Ottomar Lippelt, 1. Bürgermeister, Königslutter; Rolf-Dieter Backhaus, 1. stellv. Landrat Helmstedt; (2.v. rechts) Hans-Georg Sander, Handwerkskammerpräsident; Otto Schlieckmann, Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Braunschweig
Im unten stehenden Bild kann man den Arbeitsvorschritt an einem profilierten Baluster gut erkennen. Zwei der vier reichhaltig profilierten Seiten sind bereits mit der CNC-Steinsäge vorgearbeitet.
Bild: (v. links) Martin Schwieren, Bundesinnungsmeister; Carl Othmer, Ministerialdirigent; Otto Schlieckmann, Hauptgeschäftsführer; Hartmut Schwien, stellv. Bildungsstättenleiter
Die Baluster-Herstellung mittels einer CNC-Säge mit diamantbesetzten Sägeblätter bewunderten die Gäste der Feier und anschließend rund 300 Interessierte am Tag der offenen Tür im Bildungszentrum. Die Arbeitsschritte an einer Steinsäge werden gegenüber der traditonellen Handarbeit erheblich rationalisiert. Da die Säge nicht alle Arbeitsschritte vollziehen kann, wird die genaue Kontur und der letzten Schliff der Oberfläche (Steinmetzen sagen hierzu Hieb) immer noch mit der Hand ausgeführt.
Bild: Man erkennt den Steinblock aus REINHARDTDORFER SANDSTEIN und das wassergekühlte diamantbesetzte Sägeblatt, das die Kontur eines Balusters in Folgesägeschnitten in einer Kleinserie heraussägt. Hier entstehen aus einem Steintranche vier Baluster.
II. Erste Information über das Berliner Schloss im Steinmetzzentrum
Am 6. Mai 2006 fand im Bildungszentrum für das Steinmetz- und Bildhauerhandwerk in Königslutter (Niedersachsen) eine Informationsveranstaltung über das Schloss in Berlin statt.
Die Lehrlinge wollen beim Schlossaufbau mitmachen und waren ganz begierig auf Informationen über den Stand der Planungen und waren vor allem an Informationen über anzufertigende Naturwerksteine interessiert.
Nach ausführlichen Informationen über das Bauvorhaben durch den Geschäftsführer des Fördervereins Berliner Schloss e.V., Wilhelm von Boddien, werden die jungen Leute in einem ersten Schritt 15 steinerne Baluster (ca. 104 cm hoch und ca. 30 x 30 cm im Querschnitt) für das Berliner Schloss im Steinmetzzentrum Königslutter gemeinsam mit ihren Ausbildern anfertigen. Die Steinstücke, die in den späteren Bauabschnitten in etwa 30 m Höhe in die Außenfassaden eingebaut werden, sollen bis zu diesem Zeitpunkt als Ausstellungsstücke dienen.


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| 3,5 Tonnen REINHARTSDORFER SANDSTEIN aus Sachsen übergab Wilhelm von Boddien, der Geschäftsführer des Fördervereins Berliner Schloss e.V., auf dem Werkplatz des Bildungszentrums für Steinmetzen. (im Hintergrund ist der LKW mit den Steinstücken zu sehen). Die anwesenden 60 Lehrlinge mit ihren Ausbildern freuen sich auf die interessanten Arbeiten für das Schloss. | | Die Werkzeichnung eines Balusters wird gezeigt und die Arbeitsgänge angesprochen. Von links: Wilhelm von Boddien, Carlo Wloch (Steinbildhauermeister aus Berlin) und Reiner Flassig (Leiter des Bildungszentrums Königslutter). |

Bemerkenswert:
In den Diskussionen am 6. Mai 2006 betonten die anwesenden Lehrlinge: Diese Arbeiten sollen nicht nur zeigen, dass zum Wiederaufbau des Berliner Schlosses genügend und excellent ausgebildetes Fachpersonal für die anstehenden Aufgaben vorhanden ist, sondern dass darüberhinaus die Arbeiten am Berliner Schloss Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze sichern.


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| In der angeregten Diskussion mit den Steinmetz- und Steinbildhauerlehrlingen sind von rechts nach links zu sehen: Olaf Bunger, Lehrwerkmeister im Bildungszentrum und Wilhelm von Boddien.
| | Zum Abschluss der Informationsveranstaltung versammelten sich alle gemeinsam vor den Sandstein-Rohstücken. Alle 60 Lehrlinge passten leider nicht auf das Bild. Sie freuten sich, dass sie die 15 Baluster in einem ersten Schritt für das Schloss anfertigen werden. Es gab viele Fragen zu Gesellen- und Meisterstücken,die die jungen Leute in der Zukunft für das Schloss anfertigen wollen! |
15 steinerne Baluster werden die Lehrlinge für das Schloss in überbetrieblichen Lehrgängen anfertigen. Die Werkstücke aus REINHARDTSDORFER SANDSTEIN, die in Steinbrüchen in Sachsen gebrochen werden, sind nur ein Anfang! Die jungen Steinmetzen und Steinbildhauer betonten: Wir wollen in den kommenden Jahren Gesellen- und Meisterstücke für das Berliner Schloss arbeiten. Wir wollen zeigen, was wir können. Das Steinmaterial und die Transportkosten trägt der Förderverein. Die jungen Leute bringen ihre Arbeitszeit kostenfrei ein!
Die bundesdeutschen Steinmetz- und Steinbildhauerbetriebe brauchen Arbeit. Ist Arbeit vorhanden, gibt es weitere Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Und in diesem Fall ist es nicht nur Arbeit, sondern fachlich interessante und hochqualifizierte Arbeit.
Auf Initiative von Förderverein Berliner Schloss und Steinmetzzentrum kommt es zu einer bemerkenswerten Kooperation, die sowohl der Bauherrin als auch den Steinmetz- und Steinbildhauerlehrlingen dient. Alle Beteiligten haben nur Vorteile ! Das ist heutzutage selten, aber bemerkenswert und überaus erfreulich. 
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